Der Datensammler (Reaktiv):
Coverinformationsdatenbanken arbeiten nach dem Sichtungsprinzip. Eine Coverversion oder ein Pseudonym existiert für sie erst dann,
wenn sie einen Eintrag im Internet finden. Da Billig-Pressungen und Kaufhaus-Editionen
bis in die 1940er Jahre oft weggeworfen oder nie digital erfasst wurden,
übersehen sie oft bis zu 80 % der Tonträger im Veröffentlichungs- und Folgejahr.
Der Diskograf (Proaktiv):
Er nutzt die Aufnahmebücher (Ledger), Diskografien, Kataloge und Labellisten und kennt somit die gesamte „DNA-Kette“. Er weiß: „Master-Take 1234 wurde an 10 verschiedene Sub-Labels lizenziert.“ Selbst wenn er die physische Platte noch nie gesehen hat, ist sie in seiner Diskografie bereits als existenter Datensatz vermerkt.
Warum der Unterschied so gewaltig ist:
Während der Internet-Sammler nur Puzzleteile sammelt, die zufällig auftauchen, besitzt der Diskograf den Bauplan des Puzzles. Er hat deshalb die umfangreichere Zusammenstellung für die historischen Aufnahmen.